Reisebericht Wien (Euro-Finalspiel 29.6.08)
Alles fing an einem nichts ahnend harmlosen Arbeitstag an, als ich im Büro sass und meine E-Mails checkte. Nachricht von Reto von NatiFans.ch. In Ordnung, dachte ich, gehen wir die Nachricht mal lesen. Ab diesem Gedanken war ich für den Rest des Tages nicht mehr zurechnungsfähig…
Heute ist dein Glückstag!
Das war er tatsächlich! Lang ersehnte Euro-Tickets, dazu noch für das Finalspiel, welches an meinem Geburtstag stattfindet, zu gewinnen, passiert einem nicht alle Tage. Vor allem nicht, wenn man zuvor monatelang versuchte, an irgendwelche Euro-Tickets für irgendein Spiel des Turniers zu kommen! Das war wie der 6er im Lotto, Geburtstag und Weihnachten zusammen.
Mit dem Nachtzug nach Wien
Wir fuhren am 27.6.08 mit dem Nachtzug ab Zürich HB nach Wien. Das gebuchte Schlafwagenabteil war sehr eng, aber immerhin mit 2 Betten inklusive Kissen und Decke. Geschlafen habe ich dennoch kaum, ob der Aufregung wegen oder einfach so konnte ich leider nicht herausfinden. In Wien angekommen wurden wir von Thomas, unserem "Host", am Westbahnhof empfangen. Er hat uns sein WG-Zimmer bzw. die Wohnung zur Verfügung gestellt – viel günstiger als jedes Hotel und sehr zentral gelegen. Sogar zum schwarz fahren mit der U-Bahn wurden wir verleitet. Zum Glück war es nur eine Station. Wir luden den Koffer in der Wohnung ab und machten uns auf den Weg, um Wien zu entdecken. Ansonsten wären wir vermutlich auch eingeschlafen. Dummerweise für die frühe Tageszeit landeten wir als erstes am Naschmarkt, wo es für Augen und Gaumen Köstlichkeiten gab, welche nur darauf warteten, probiert zu werden. Der Naschmarkt ist riesig, mit Flohmarkt, Süssigkeiten, Frischware wie Fisch und Fleisch, italienischen Antipasti und sonstigen Spezialitäten, exotischen Händlern, Kräutern, Gewürzen und vielem mehr. Ich würde allen, die nach Wien gehen, empfehlen, dort mal vorbei zu schauen. Wir schafften es nicht, so früh etwas zu essen, und so habe ich Teekräuter gekauft, die ich mit nach Hause nehmen konnte.
Sightseeing in Wien
Unsere erste Einkehr nach der Anreise war im Garten des Sacher Hotels, wo wir eine heisse Schokolade mit viel Schlagobers (Wienerisch für Schlagrahm) tranken und den weiteren Verlauf des Tages besprachen. Die nächste Station war das berühmte Wiener Riesenrad im Prater, wo wir die Aussicht bei blauem Himmel und Sonnenschein geniessen durften. Ein Besuch des Stephansdoms und das Geniessen der Atmosphäre am Stephansplatz gehörte natürlich auch zum Pflichtprogramm. Grundsätzlich wollten wir uns vor allem auch erholen. Am Sonntag folgte dann noch eine Fahrt im Sightseeing-Bus und Einkäufe, die wir machen wollten, bevor wir zurück in die Wohnung gingen, um uns umzuziehen. Es war sehr schönes, heisses Wetter, da tat dann auch eine Dusche zwischendurch ganz gut.